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Vorschlag zur Kriminalisierung von Tierquälerei und zum Erlass des „Anti-Tierquälerei-Gesetzes“

  • 22. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Der kürzlich in Chongqing aufgetretene Fall von Tierquälerei, in den Li (online bekannt als „Sam’s Club Packer“) verwickelt war, löste in der Öffentlichkeit große Empörung aus. Die World Dog Alliance (WDA) richtet dieses Schreiben an die Kommission für Gesetzgebungsangelegenheiten des Nationalen Volkskongresses. Der vollständige Text des Schreibens lautet wie folgt:


An den Ausschuss für Gesetzgebungsangelegenheiten des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses:


Der jüngste Fall von Tierquälerei in Chongqing, in den Li (online bekannt als „Sam’s Club Packer“) verwickelt war, hat in der Öffentlichkeit große Empörung ausgelöst. Wir wenden uns mit diesem Schreiben respektvoll an Ihre Kommission, diesem Fall höchste Priorität einzuräumen, die Kriminalisierung von Tierquälerei voranzutreiben und ein Gesetz gegen Tierquälerei zu verabschieden , um so den Bedenken der Öffentlichkeit und den Erfordernissen einer zivilisierten Entwicklung wirksam Rechnung zu tragen.


I. Typische Fälle decken Mängel in den geltenden Gesetzen auf

Im Juni 2026 wurde ein 39-jähriger Mann namens Li (Online-Pseudonym „Sam's Club Packer“) im neuen Stadtbezirk Liangjiang in Chongqing entlarvt, weil er sich unter dem Vorwand der „Adoption“ mehrere Katzen und Hunde erschlichen hatte. Er unterzog sie extremer und grausamer Misshandlung – unter anderem sägte er ihnen bei lebendigem Leib die Zähne aus, schnitt ihnen Schwänze und Bereiche um den After ab und verursachte zahlreiche Knochenbrüche und Lungenblutungen –, bis die Tiere starben. Anschließend entsorgte er die Kadaver. Es besteht der Verdacht, dass er diese Taten filmte, um Profit daraus zu schlagen. Nach der Enthüllung versammelten sich Hunderte von Bürgern spontan zu Protesten, was eine starke gesellschaftliche Reaktion auslöste. Obwohl die Sicherheitsbehörden ihn in Verwaltungshaft genommen haben, sieht das geltende Gesetz zur Strafverfolgung von Beamten lediglich eine Höchststrafe von 15 Tagen vor und ist somit kein wirksames Abschreckungsmittel gegen solche Gräueltaten. Das wiederholte Auftreten ähnlicher Vorfälle verdeutlicht die Gesetzeslücke in China hinsichtlich des Schutzes von Haustieren. (Siehe Anhang 1 für Nachrichtenbilder über einen Mann, der in Chongqing Hunde misshandelt)


II. Internationale Gesetzgebungstrends und langjährige Erfahrungen

Derzeit haben mehr als 100 Länder und Regionen weltweit Tierquälerei in ihr Strafrecht aufgenommen (Eine Übersichtstabelle der Strafen für Tierquälerei in ausgewählten Ländern finden Sie in Anhang 2) :

  1. Vereinigte Staaten: In allen 50 Bundesstaaten gilt Tierquälerei als Verbrechen. Der Bundesgesetzentwurf PACT Act sieht für besonders grausame Handlungen eine Höchststrafe von 7 Jahren Gefängnis vor.

  2. Vereinigtes Königreich: Höchststrafe 5 Jahre Gefängnis; Deutschland: Höchststrafe 3 Jahre; Frankreich, Italien und andere EU-Länder: 2 bis 5 Jahre, verbunden mit einem lebenslangen Verbot der Haustierhaltung.

  3. Griechenland: Verfügt über eine der höchsten Strafen laut öffentlich zugänglichen Informationen und verhängt bei vorsätzlicher Vergiftung, schwerer Misshandlung mit Todesfolge und Fällen mit mehreren Tieren Haftstrafen von bis zu 10 Jahren sowie Geldstrafen.

  4. Andere Länder mit hohen Geldstrafen: Irland (Geldstrafen bis zu 250.000 €) und Spanien (bis zu 200.000 €), wobei der Schwerpunkt auf wirtschaftlicher Abschreckung liegt.

Diese Gesetze haben die Missbrauchsfälle wirksam reduziert, die öffentliche Ordnung und die guten Sitten aufrechterhalten und ein günstiges Umfeld für die Entwicklung der Heimtierwirtschaft geschaffen.


III. Gesetzliche Notwendigkeit und praktische Bedeutung

  1. Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung und der öffentlichen Moral: Tierquälerei zerstört nicht nur Leben, sondern führt auch leicht zu öffentlicher Polarisierung und Massenvorfällen und schadet so dem sozialen Frieden.

  2. Schutz von Haustieren und der Heimtierwirtschaft: Chinas Heimtiermarkt hat ein Volumen von über 800 Milliarden RMB erreicht, und in mehreren Provinzen wurden Industrieparks eingerichtet. Fehlender Rechtsschutz würde die gesunde Entwicklung der Branche behindern.

  3. Verbesserung des zivilisierten Images der Nation: Die Ausrichtung an internationalen Tierschutzstandards spiegelt einen rechtsstaatlichen Geist wider, der menschenorientiert ist und das Leben respektiert.

  4. Verknüpfung mit dem Schutz von Minderjährigen: Studien zeigen, dass Tierquälerei häufig mit späteren Gewalttaten einhergeht. Gesetzliche Regelungen können das Schutznetzwerk stärken.


Vorschläge:

  1. Fügen Sie dem Strafgesetzbuch den Straftatbestand der „Tierquälerei“ hinzu und definieren Sie die strafrechtliche Verantwortlichkeit für besonders schwerwiegende Fälle (wie grausame Methoden, die zum Tod führen, die Beteiligung mehrerer Tiere oder die kommerzielle Verbreitung).

  2. Alternativ sollte der Ausarbeitung des Tierschutzgesetzes der Volksrepublik China (oder Haustierschutzgesetzes ) Priorität eingeräumt werden, das Definitionen von Tierquälerei, verbotene Handlungen, Vollzugsbehörden und strafrechtliche Sanktionen umfasst.


IV. Schlussfolgerung

Der Vorfall in Chongqing hat erneut Alarm geschlagen. Wir bitten Ihre Kommission höflich, die öffentliche Meinung umfassend zu berücksichtigen und entsprechende Gesetzesrecherchen und -entwürfe zu fördern, damit das Recht die Würde des Lebens besser schützt und den Fortschritt der Gesellschaft und Zivilisation unterstützt. Dies dient Ihrer Kenntnisnahme.


Mit freundlichen Grüßen,


Sky Liu

China-Regionaldirektor, World Dog Alliance

21. Juni 2026



 
 
 

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