Förderung der Tierschutzbildung in Taiwan: Die WDA veranstaltet gemeinsam mit Partnern den Tierpflegeliteraturpreis 2026.
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Wenn Schülerinnen und Schüler der Grund- und Sekundarschule ihre Stifte in die Hand nehmen, um über ihre liebsten Tierschutzgeschichten aus Schulbüchern zu schreiben und über „Freundschaft“, „Verantwortung“ und „Leben“ zu diskutieren, entfaltet sich die Kraft der Bildung auf subtile Weise. Der „Tierpflege-Literaturpreis 2026“ , der gemeinsam von der World Dog Alliance (WDA) und der Life Conservationist Association (LCA) veranstaltet wird, stellt das Thema verantwortungsvolle Haustierhaltung in den Mittelpunkt und ermutigt Schülerinnen und Schüler, schriftlich über die Beziehung zwischen Menschen, Hunden und Katzen nachzudenken.
Mit dem zentralen Anliegen, sich weltweit für ein Verbot des Verzehrs von Hunde- und Katzenfleisch einzusetzen, ist sich die WDA bewusst, dass Gesetze zwar den Tierschutz maßgeblich unterstützen und unmittelbare Ergebnisse erzielen, Bildung aber den wahren, langfristigen, subtilen und kulturellen Wandel bewirkt. Nachdem Taiwan 2017 ein Gesetz zum Verbot von Hunde- und Katzenfleisch verabschiedet hatte, setzte die WDA daher ihre Unterstützung für die Integration des Tierschutzes in den Lehrplan fort und legte dabei besonderen Wert auf Schulbücher, die die Werte jedes einzelnen Schülers maßgeblich prägen.
Das derzeitige 12-jährige Grundschulsystem in Taiwan basiert auf einem Modell mit einem einheitlichen Lehrplan und mehreren Lehrbuchversionen. Während das Bildungsministerium den allgemeinen Lehrplanrahmen festlegt, können Verlage die Lernmaterialien eigenständig zusammenstellen. Daher variieren die Inhalte zu Tierschutz, Lebenskunde und Haustierhaltung je nach Verlag erheblich in Umfang und Darstellung. Dies unterstreicht die pädagogische Verantwortung der Verlage umso mehr.
Aufgrund dieser institutionellen Gegebenheiten arbeitet die WDA seit Jahren eng mit der Life Conservationist Association zusammen. Über reine Interessenvertretung hinaus prüft die WDA die Inhalte verschiedener Lehrbuchausgaben, tauscht sich mit einzelnen Verlagen über Texte, Illustrationen und Fallstudien aus und strebt danach, Lehrmaterialien an modernen Werten der Lebenskunde und des Tierschutzes auszurichten. Gleichzeitig pflegt die WDA einen regelmäßigen Austausch mit der National Academy for Educational Research und teilt dort Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge aus der Praxis, um die Lehrbuchinhalte kontinuierlich zu optimieren.

Die Life Conservationist Association überprüfte in zwei aufeinanderfolgenden Jahren insgesamt 418 Lehrbücher des zwölfjährigen Schulsystems. Sie analysierte Texte, Bilder und Kursmaterialien zum Thema Tiere und Tierschutz, führte Fokusgruppen mit Experten, Wissenschaftlern und Lehrkräften durch und erarbeitete konkrete Empfehlungen für Überarbeitungen. Ziel war es, sicherzustellen, dass die Lernmaterialien über die reine Vermittlung von Fakten über Tiere hinausgehen und Schülerinnen und Schüler darin bestärken, Respekt vor dem Leben zu entwickeln und eine Vision von einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier zu vermitteln.
Dieses Jahr geht die WDA einen weiteren Schritt. Neben der engen Zusammenarbeit mit Verlagen und Bildungsbehörden sammelt die WDA gezielt die Stimmen von Schülerinnen und Schülern, um zu verstehen, wie sie Tierschutzgeschichten in ihren Lehrbüchern lesen, verarbeiten und darauf reagieren. Durch das Sammeln von Feedback und Lernerfahrungen möchte die WDA tiefere Einblicke gewinnen, welche Themen wirklich zum Nachdenken anregen und wo Lehrmaterialien noch verbessert werden können. So können künftige Gespräche mit Verlagen neben Expertenempfehlungen auch authentische Lernerperspektiven einbeziehen.
Die WDA ist fest davon überzeugt, dass Verlage im Tierschutz Partner und nicht Gegner sind. Beide verfolgen das gemeinsame Ziel, eine neue Generation heranzubilden, die das Leben achtet. In den letzten Jahren haben viele Verlage schrittweise Konzepte wie Achtung vor dem Leben, verantwortungsvolle Tierhaltung und Naturschutz in ihre Lehrmaterialien aufgenommen und ältere Werke, die nicht mehr den heutigen Tierschutzwerten entsprechen, überarbeitet. Diese Bemühungen verdienen Anerkennung sowie weiterhin Feedback und Unterstützung aus dem Bildungsbereich.
Gesellschaftlicher Wandel durch Bildung geschieht nicht über Nacht; er entwickelt sich Seite für Seite, Lektion für Lektion, Aufsatz für Aufsatz. Wenn ein Schüler durch das Lesen einer Geschichte im Schulbuch lernt, das Leben zu achten, oder durch die Teilnahme an einem Schreibwettbewerb über die Haustierhaltung nachdenkt, hat Bildung erfolgreich den Samen der Tierliebe gesät.
Die WDA freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit der National Academy for Educational Research, Schulbuchverlagen, Pädagogen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gemeinsam wollen wir mehr hochwertige Inhalte zum Tierschutz in die Klassenzimmer bringen und die nächste Generation dabei unterstützen, fundierte Werte zu entwickeln, sodass Respekt vor dem Leben und ein freundlicher Umgang mit Tieren nicht nur leere Worte sind, sondern ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens.





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