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Südkoreas Hundefleischverbot geht in die Endphase: Über 80 % der Farmen und Restaurants schließen vorzeitig und setzen damit einen neuen Trend in Asien.

  • 18. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Am 9. Januar 2024 verabschiedete die Nationalversammlung Südkoreas mit überwältigender Mehrheit (208 Ja-Stimmen, 2 Enthaltungen, 0 Nein-Stimmen) das „Sondergesetz zum Verbot der Zucht, Schlachtung und des Vertriebs von Hunden zum Verzehr“. Nur noch sechs Monate bis zum vollständigen Inkrafttreten im Februar 2027 – dieses historische Gesetz tritt nun in seine entscheidende Phase der Umsetzung und des damit einhergehenden Branchenwandels ein.


Laut den neuesten offiziellen Überwachungsdaten, die am 15. Mai 2026 vom südkoreanischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (MAFRA) veröffentlicht wurden:


  • Von den 1.537 registrierten Hundezuchtbetrieben landesweit haben über 82 % vorzeitig geschlossen oder Übergangs-/Ausstiegspläne eingereicht.

  • Von mehr als 1.660 Restaurants und Vertriebsfirmen für Hundefleisch im ganzen Land haben über 80 % die Richtlinie befolgt, indem sie den Verkauf eingestellt oder zu neuen Geschäftsmodellen übergegangen sind.


Zusätzlich zu behördenübergreifenden Übergangszuschüssen, zinsgünstigen Darlehen und Beratungsleistungen zur Unternehmensnachfolge für Restaurants hat die südkoreanische Regierung unangekündigte Kontrollen eingeführt, um illegale Zuchtbetriebe oder deren Wiederaufnahme zu verhindern. Mit dem nahenden Stichtag im Februar 2027 – dem Zeitpunkt, an dem das vollständige Verbot von Verkauf und Schlachtung in Kraft tritt – wird erwartet, dass die verbleibenden 20 % der Betreiber ihre Schließungen oder Umstrukturierungen innerhalb der nächsten sechs Monate unter strenger gesetzlicher Durchsetzung und mit staatlicher Unterstützung abschließen und damit die Hundefleischindustrie in Südkorea endgültig beenden.


Als Hauptinitiatorin und wichtigste Verfechterin des Sondergesetzes betonte Han Jeoung-ae, Mitglied der Nationalversammlung und Vorsitzende des Politikkomitees der Demokratischen Partei Koreas: „Das mit breiter parteiübergreifender Zustimmung verabschiedete Sondergesetz zum Verbot des Hundefleischkonsums markiert nicht nur ein kollektives Erwachen der südkoreanischen Gesellschaft hinsichtlich der Würde des Lebens und des Tierschutzes, sondern auch einen Meilenstein für die Menschenrechte und den zivilisatorischen Fortschritt Südkoreas.“ Für ihre maßgebliche Rolle bei der Verabschiedung dieses Gesetzes wurde Frau Han 2025 von der World Dog Alliance (WDA) mit dem Golden Dog Award ausgezeichnet.


Der stellvertretende Minister des Landwirtschaftsministeriums (MAFRA), Park Beom-su, erklärte öffentlich: „Wir setzen aktiv administrative Maßnahmen um, um einen reibungslosen Ablauf des Ausstiegsplans zu gewährleisten. Wir hoffen, dass die Akteure der Branche und die Bürger gemeinsam daran arbeiten, Südkoreas Wandel zu einer zivilisierten Nation mit einem ausgeprägten Tierschutzbewusstsein zu beschleunigen.“ Mainstream-Medien wie die Chosun Ilbo berichteten, dass viele jahrzehntealte Betriebe in traditionellen Hundefleischvierteln bereits auf die Zubereitung koreanischer Suppen oder Barbecue umgestiegen sind, was einen dynamischen gesellschaftlichen Wandel widerspiegelt.


Nach Veröffentlichung der offiziellen Überwachungsdaten gaben führende Tierschutzorganisationen vor Ort – darunter die Korea Animal Welfare Association (KAWA), die 2025 mit dem WDA Golden Dog Award ausgezeichnet wurde – eine gemeinsame Erklärung ab. Sie lobten die Regierung für ihre Effizienz, mit der über 80 % der Hunde vorzeitig aus den Zuchtbetrieben entlassen wurden, und betonten, dies zeige einen breiten gesellschaftlichen Konsens darüber, dass „Hunde Begleiter und keine Nahrungsmittel sind“. Die Tierschutzgruppen forderten zudem, dass sich die Umsetzung der Maßnahmen in der Endphase auf die angemessene Rettung und Unterbringung der verbleibenden Hunde aus den verlassenen Betrieben konzentrieren und gleichzeitig unangekündigte Kontrollen fortsetzen solle, um das Ziel eines vollständigen Verzichts auf Hundefleischkonsum bis 2027 zu gewährleisten.


Genlin, Gründer der World Dog Alliance (WDA), zeigte sich tief erfreut über die gemeinsamen Bemühungen der südkoreanischen Regierung und der Zivilgesellschaft zur Beendigung des Hunde- und Katzenfleischkonsums und erklärte: „Die südkoreanische Regierung und die Zivilgesellschaft haben beispiellosen politischen Mut und Entschlossenheit bewiesen, indem sie das Hundefleischverbot durchgesetzt haben. Südkoreas Erfolg beseitigt nicht nur ein historisches Erbe vollständig, sondern setzt auch einen neuen Maßstab für den Schutz von Haustieren in ganz Asien. Dieser asiatische Trend wird unweigerlich eine starke Kettenreaktion auslösen und die Bewegung zur Beendigung des Hunde- und Katzenfleischkonsums sowohl regional als auch global vorantreiben.“

 
 
 

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